SCORPROFI unter Windows 7, 8 und 10                         Stand 07.11.2016

Die folgenden Informationen beruhen auf Kunden- und eigenen Erfahrungen und sollen helfen, auch unter Windows 7, 8 und 10 erfolgreich mit SCORPROFI zu arbeiten.

Windows 7, 8 und 10 gibt es in 32- und 64-Bit-Varianten. Unter 32 Bit kann SCORPROFI ohne weiteres installiert und eingesetzt werden. In den 64-Bit-Versionen ist die Installation in der üblichen Art jedoch nicht möglich. Wie Sie trotzdem hier mit SCORPROFI arbeiten können, finden Sie im Folgenden beschrieben. Was hier zu Windows 7 gesagt wird, gilt nach allen bisherigen Erfahrungen auch für Windows 8 und 10.

1.) SCORPROFI-Installation unter 64-Bit-Windows-Versionen
2.) SCORPROFI-Einsatz unter 32-Bit-Windows-Versionen
3.) Bildschirmfenster anpassen
4.) Tastaturbelegung
5.) Drucken


1.) SCORPROFI-Einsatz unter 64-Bit-Windows-Versionen.

Längere Versuche unter Windows 7/64 Bit brachten ein Ergebnis, mit dem man leben kann, wenn man einigermaßen mit dem Computer vertraut ist oder jemand zur Verfügung hat, der entsprechende Hilfe leisten kann.

Die Lösung heißt: Virtueller Computer. Das ist kein Gerät aus Blech und Plastik, sondern ein Computerprogramm, das in unserem Fall beispielsweise auf einem Computer unter Windows 7/64 Bit läuft und hier die Einrichtung eines anderen Betriebssystems erlaubt, beispielsweise Windows XP. Unter diesem System - dem Gastsystem (Windows 7 ist das Hostsystem) - können dann viele Anwendungen laufen - auch solche, mit denen das Hostsystem nicht zurecht kommt.

Es gibt mehrere Programme, die einen virtuellen Computer emulieren können. Das einfachste ist die DOS-Box, die hauptsächlich für alte DOS-Spiele entwickelt wurde. SCORPROFI läuft darunter einwandfrei, kann aber nichts ausdrucken. Auch unter Microsofts Virtual PC läuft SCORPROFI. USB-Schnittstellen können damit aber nicht angesprochen werden, und deswegen kann auch hiermit von modernen Computern aus nicht gedruckt werden. Und unter der Virtual Box von Oracle erlebte ich, dass SCORPROFI beim Bearbeiten der Initialisierungsdatei einfach abstürzte.

Die richtige Lösung ist der VMware Player. Unter der Version 3.1.2 oder einer neueren kann SCORPROFI verwendet werden ohne Absturz und einschließlich Drucken über USB mit Hilfe des Programms DOSprn. Als Einziges ist mir bisher gegenüber dem normalen Ablauf negativ aufgefallen, dass einige Dinge etwas langsamer vor sich gehen.

Im Folgenden gebe ich (erweiterungsfähig und vielleicht -bedürftig) einige Hinweise, wie Sie vorgehen können, wenn Sie SCORPROFI unter Windows 7/64 Bit mit Hilfe des VMware Player einsetzen wollen.

(1) Empfehlungen vorab.

Nicht für alle Programme, die man auf dem Computer installiert, bekommt man die Setup-Dateien auf einer CD oder DVD. Wo sind beispielsweise die aus dem Internet heruntergeladenen?

Bei mir sind sie alle in einem Ordner UR, damit ich sie leicht wieder finde. In diesem Ordner liegen zur Erleichterung noch Unterordner wie Bridge, Computer, Medien, Office, Telekomm, Wohnen und andere, zum Teil noch weiter unterteilt.

Für alles, was mit virtuellem Computer zusammenhängt und nicht in UR liegt, habe ich auf meiner Betriebssytem-Festplatte eine eigene Partition angelegt.

(2) VMware Player herunterladen.

Das Programm kostet nichts. Bei Google finden Sie viele Internet-Quellen dafür - die von Computerzeitschriften sind meist die besten.

Wahrscheinlich werden Sie zu VMware weitergeleitet. Dort müssen Sie sich registrieren: Namen und eine gültige E-Mail-Adresse angeben. An die schickt VMware dann ein Zugangskennwort und weitere Informationen fürs Herunterladen.

Mit meiner Aktion bekam ich die Datei VMware-player-3.1.2-301548.exe, 109.195.048 Bytes groß. Inzwischen habe ich Sie per Update aus dem Internet ohne besondere Umstände auf einen neueren Stand gebracht.

(3) VMware Player installieren.

Das beschränkt sich auf das Starten der unter (2) heruntergeladenen Datei und die Eingabe von wenigen dafür nötigen Angaben. Das Angebot, noch zusätzliche Hilfsprogramme installieren zu lassen, habe ich angenommen.

Irgendwo unterwegs können Sie sehen, dass auch der USB- und Printer-Zugriff zur Verfügung stehen werden.

(4) Gast-Betriebssystem installieren.

Sie benötigen dafür das Betriebssystem, das Sie einsetzen wollen, auf einem geeigneten Datenträger - beispielsweise eine Installations-CD mit Windows XP. Außerdem brauchen Sie greifbar den Produktkey dazu - den müssen Sie irgendwann eingeben.

Starten Sie den VMware Player und wählen Sie "Create a New Virtual Machine". Die Laufwerke und Ordner bestimmen Sie entsprechend Ihrer Computerorganisation.

(5) SCORPROFI installieren.

Zuerst starten Sie das installierte Gast-Betriebssystem, dann installieren Sie SCORPROFI, wie es in den folgenden Zeilen für Windows 7/32 Bit beschrieben ist. Anschließend und künftig können Sie das Programm im virtuellen Computer verwenden, wie Sie es gewohnt sind.


2.) SCORPROFI-Installation unter 32-Bit-Windows-Versionen.

Für die Installation ist ein USB-Speicherstift gut geeignet. Legen Sie darauf einen leeren Ordner an, der nicht SCPROFI heißen sollte, sondern beispielsweise SCP1101 für eine SCORPROFI-Version vom Januar 2011. In diesen Ordner speichern Sie SCORPROFI so, wie Sie das Programm aus dieser Internetseite herunterladen können - also zunächst nur die Datei !SCPROFI.EXE. Dann starten Sie diese Datei durch Anklicken. Sie wird entpackt, und im Ordner SCP1101 sind nun ein paar weitere Dateien.

Den so vorbereiteten Speicherstift stecken Sie in den Computer. Dann informieren Sie sich, welchen Laufwerksbuchstaben er bekommen hat - bespielsweise E - und in welches Laufwerk Sie SCORPROFI zu installieren haben - oft ist das C. Danach kann das Programm am einfachsten auf diese Art installiert werden:

Kopieren Sie den kompletten Ordner SCP1101 vom Speicherstift E direkt ins Laufwerk C. Danach starten Sie in diesem Ordner C:\SCP1101 die Installationsdatei INSTALLF.BAT durch Anklicken.

Dadurch wird SCORPROFI im Ordner C:\SCPROFI installiert. Und Sie können das Programm durch Anklicken der Datei C:\SCPROFI\BRIDGE1.EXE starten. Oder besser: auf den Desktop eine Verknüpfung auf diese Datei legen und danach SCORPROFI durch Anklicken des Verknüpfungssymbols aufrufen.


3.) Bildschirmfenster anpassen.

Wahrscheinlich ist das SCORPROFI-Bildschirmfenster klein und nicht sehr gut lesbar. Wie Sie es Ihren Wünschen anpassen können, finden Sie in der SCORPROFI-F1-Hilfe unter "Bildschirm".


4.) Tastaturbelegung.

Die Windows-Versionen nach XP sind so "gut" für deutschsprachige Gebiete angepasst, dass die Tastatur zwar für Windows-Programme deutsch belegt ist, für DOS-Programme aber englisch. Um dem abzuhelfen, muss die Datei 'autoexec.nt' über einen zusätzlichen Befehl einen deutschen Tastaturtreiber laden. Dazu gehen Sie - als Administrator eingeloggt - so vor - geringfügige Abweichungen sind möglich:

Erstellen Sie zunächst einen System-Wiederherstellungspunkt, um nötigenfalls den bisherigen Zustand sicher wieder herstellen zu können. Dafür rufen Sie über z.B.   Start || Programme || Zubehör || Systemprogramme   das Programm Systemwiederherstellung auf.

Dann öffnen Sie auf der Festplatte den Ordner 'C:\Windows\System32' (die Pfadangabe gilt für die Standardinstallation auf der Festplatte in der Partition C, sonst entsprechend). Nach Rechtsklick auf die Datei 'autoexec.nt' wählen Sie 'Öffnen' und im neuen Fenster die Option 'Programm aus einer Liste installierter Programme auswählen'. Im neuen Fenster markieren Sie den 'Editor'. Der Inhalt von 'autoexec.nt' wird angezeigt.

Am Ende der bestehenden Einträge geben Sie diese beiden Zeilen ein:
    chcp 1252
    LH KB16 GR,,%SystemRoot%\system32\keyboard.sys
(hinter GR müssen zwei Kommas stehen!).

Dann wird die Datei 'autoexec.nt' gespeichert. Dies zu tun weigert sich Windows wahrscheinlich: Sie dürften nicht in diesen Ordner (system32) schreiben; ob die Datei stattdessen im Ordner 'Dokumente' gespeichert werden solle. Das bejahen Sie. In 'C:Dokumente und Einstellungen\...\Eigene Dateien' finden Sie dann die Datei 'autoexec.nt.txt'. Diese Datei benennen Sie um in 'autoexec.nt' und kopieren sie so mit Ihrem Dateimanager in den Ordner 'C:\windows\system32'. Außer der Frage, ob die alte Datei überschrieben werden solle und Sie als Administrator handelten, die Sie bejahen, sollte es dabei nichts Bemerkenswertes geben, und der Kopierauftrag sollte ausgeführt werden.

Möglicherweise werden Sie vielleicht in irgendeinem älteren Programm darauf stoßen, dass Zeichen nicht ausgegeben werden, für die Sie die Alt-Gr-Taste zusammen mit einer anderen gedrückt haben. Die Ursache ist, dass sich hier diese Taste wie die normale Alt-Taste verhält. Und die Abhilfe:
Ersetzen Sie die oben genannte Zeile mit LH KB16 GR durch diese:
    LH KEYB2,,%SystemRoot%\system32\keyboard.sys
und kopieren Sie die Datei KEYB2.COM, die Sie
hier finden, in den Windows-Ordner System32.


5.) Drucken.

Da fast alle modernen Computer keine Parallel-Schnittstelle mehr haben, kann mit SCORPROFI von solchen Geräten aus nicht mehr direkt gedruckt werden. Kabel, die den Anschluss eines Druckers mit Parallelport an die USB-Schnittstelle eines Computers ermöglichen sollen, versprechen wenig Erfolg: Das Drucken ist fast nie möglich. Deswegen verweise ich Sie auf die Informationen, die Sie in dieser Webseite finden über "Scoreprogramm SCORPROFI || Problemlösung: Drucken aus SCORPROFI".

Die Verwendung von DOSprn funktioniert manchmal nicht auf Anhieb. Dazu schrieb mir der DOSprn-Autor vor einiger Zeit
"DOSPRN is compatible with Windows Vista but there are some features. First of all you must have Administrator privileges."
Also "DOSprn läuft unter Windows Vista (und wohl auch Windows 7), aber mit einigen Besonderheiten. Das Wichtigste: Du brauchst Administrator-Rechte dafür."

DOSprn benutzt normal die Datei 'C:\PRNSPL', um die DOS-Druckausgaben zu speichern. Windows 7 und Windows Vista verweigern aber manchmal auch Administratoren, in das Stammverzeichnis C: Daten zu schreiben. In solchen Fällen muss man für DOSprn einige Einstellungen ändern. Dafür gilt, was oben unter (4) Tastaturbelegung geschildert ist.

Im Folgenden steht '%windir%' für den Ordner, wo das Windows Betriebssystem installiert ist. Meistens ist dies 'C:\windows'.

(1) Mit einem Texteditor (z.B. 'Editor') ist die Datei '%windir%\system32\autoexec.nt' zu öffnen. Irgendwo ist dort der DOSprn-Aufruf zu finden, beispielsweise in der Form 'C:\PROGRA~1\DOSPRN\prn2file.com'. Dahinter schreibt man den Parameter 'C:\TEMP\PRNSPL', dass die Zeile dann so aussieht: 'C:\PROGRA~1\DOSPRN\prn2file.com C:\TEMP\PRNSPL'. Dann wird die Datei 'autoexec.nt' gespeichert.

(2) Wenn er noch nicht existiert, ist ein Ordner 'C:\TEMP' zu erstellen.

(3) DOSprn aufrufen = DOSprn-Fenster öffnen und die Zeile 'Name temporäre Jobdatei' abändern auf 'C:\TEMP\prnspl'.

Danach sollte das Drucken immer einwandfrei ablaufen.


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