Bridge - nicht ganz so ernst - Erlebtes und Erdachtes

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Heillose Verwirrung in heiliger Umgebung
- Andechs 2004 und moderne Reiztechnik

(von Berthold Engel im Bridge Magazin, Heft 5/2004 Seite 23)

Auch in diesem Winter veranstaltete der BC Starnberg-Würmtal sein Offenes Paarturnier wieder im Kloster Andechs, und trotz der angeblich unaufhaltsam fortschreitenden Erderwärmung gab es auch dieses Jahr vom Klosterberg aus noch einmal eine herrlich eingeschneite südbayrische Winterlandschaft zu bewundern. In Verbindung mit der traditionell guten Organisation und den sonstigen angenehmen Rahmenbedingungen, von denen hier nur das klostereigene Andechser Bier erwähnt werden soll, wurden davon fast 120 Paare angezogen, die sich zwei Tage lang spannende Auseinandersetzungen lieferten.

Berichte über Bridgeturniere bestehen meistens daraus, dass mehr oder weniger sachkundige Verfasser einem mehr oder weniger verständnisvollen Publikum Sternstunden der Bridgekunst vorführen. Aber eigentlich sind die kleinen Unfälle doch viel interessanter! Und bei der Reiztechnik im Bridge ist es wie bei jedem technischen System vom Automobilbau bis zur Raumfahrt: Je moderner und ausgefeilter das Ganze, desto störanfälliger, wenn nicht sogar katastrophenträchtiger ist es auch! Nur mit altmodischen Konventionen wie Stayman und Blackwood würde man jedenfalls hier wohl kaum in 4 Karo landen:

1. Durchgang, Board 1, Teiler Nord, keiner in Gefahr
Nord: Pik B 7 Coeur K D 3 Karo 9 8 3 Treff K 7 5 4 3
Süd: Pik K 10 4 3 Coeur 9 4 Karo D B 7 Treff A 10 6 2

Es fing damit an, dass mein Partner auf Nord passte. Das sieht ziemlich selbstverständlich aus, aber im Hochleistungsbrigde des 21. Jahrhunderts ist nichts selbstverständlich. Eine Woche vorher war die Nordhand bei uns nämlich noch eine klare 1-SA-Eröffnung. Mit 9 bis 11 Punkten 1 SA zu eröffnen hat zwar auch seine Nachteile, aber gerade in diesem Fall hätte eine 1-SA-Eröffnung die Reizung in übersichtliche Bahnen gelenkt und so das Schlimmste verhindert. Da wir aber direkt vor Andechs den superschwachen SA abgeschafft hatten, musste Nord erst einmal passen, und Ost konnte 2 Karo Multi eröffnen.

Auf 2 Karo passte ich mit der Süd-Hand. Auch das sieht irgendwie selbstverständlich aus, aber auch dieses scheinbar naive Passe hatte in unserem ausgefeilten System eine tiefere Bedeutung, die zu der späteren Katastrophe einen nicht unwichtigen Beitrag leistete. Ein Kontra auf 2 Karo Multi hätte bei uns nämlich nicht einfach eine starke Hand gezeigt, sondern es wäre wie ein Informationskontra auf eine 2-Pik-Eröffnung gewesen (es hätte also eine Pik-Kürze und ein 4er-Coeur versprochen). Im Umkehrschluss zeigte mein Passe also entweder eine schwache Hand oder eine Hand, die für ein Informationskontra auf eine 2-Pik-Eröffnung ungeeignet war.

Nach Pass - 2 Karo - Pass - 2 Coeur passte mein Partner zum zweiten Mal (diesmal nun wirklich ohne subtile Hintergründe), und Ost war's auch zufrieden. Unsere Gegner hatten damit ihren besten Kontrakt erreicht - so einfach kann das sein - und überließen uns das Feld. Ich hätte mit 10 Punkten gegenüber einem angepassten Partner natürlich einfach passen können, aber die Punkte schienen etwa ausgeglichen verteilt zu sein, und der Gegner hatte wahrscheinlich einen 8-Karten-Fit in Coeur, da konnte es bei der aktuellen Gefahrenlage keine gute Paarturniertaktik sein, kampflos aufzugeben. 3 Treff ist ja auch kein schlechter Kontrakt für Nord/Süd, dann hätten Ost/West erst mal 3 Coeur reizen und erfüllen oder 3 Treff kontrieren und zwei Mal schlagen müssen - das wäre alles nicht so einfach für sie gewesen.

Da ich keine lange Farbe hatte, aber Toleranz für alle ungereizten Farben, insbesondere ein 4er-Pik, bot sich ein Informationskontra auf 2 Coeur irgendwie an. Dieses scheinbar harmlose Gebot setzte nun allerdings einen komplizierten Reizmechanismus in Gang. Wir spielen nämlich auf solche Informationskontras eine Konvention, die wir Rubensohl nennen und die so funktioniert: Mit schwachen Händen bietet man 2 SA, der Kontrierende muss 3 Treff antworten, woraufhin man mit den Treffs passt oder ansonsten in seine längste Farbe ausbessert. Alle Gebote auf 3er-Stufe aber versprechen die nächsthöhere Farbe (Transfer) und mindestens einladende Stärke.

Mein Partner hätte also eigentlich 2 SA bieten und auf meine 3-Treff-Antwort passen müssen. Dann wäre es wie in der Kaffeewerbung gewesen - alles glücklich, alles lacht!

Mein Partner reizte aber 3 Treff. Dies sieht zwar für den Laien naheliegend und sinnvoll aus, aber vor dem Hintergrund, dass es bei uns systemgemäß eine mindestens einladende Hand mit Karos zeigt, verliert es doch erheblich an Charme. Ich begnügte mich mit 3 Karo, da ich mit 10 Punkten an einer Einladung eines angepassten Partners nicht ernsthaft interessiert war. Aber selbst mit diesem bescheidenen Gebot hatten wir den sicheren Hafen von 3 Treff verlassen und waren auf dem Weg in stürmische Gewässer.

Was war schief gegangen? Hatte mein Partner etwa einfach das System vergessen? Weit gefehlt, das Problem war viel komplizierter. Die Möglichkeit, einladende Hände von schwachen Händen zu unterscheiden, macht keinen Sinn, wenn beide Partner schon so weit limitiert sind, dass keine Partie mehr gehen kann. Deshalb spielen wir in reinen Balancing-Situationen (d.h. in Situationen, wo wir definitiv kein Vollspiel mehr in Aussicht haben, sondern wo es nur noch um den besten Teilkontrakt geht) nicht mehr Rubensohl, sondern Scrambling (3 Treff und 3 Karo sind natürlich, 2 SA zeigt beide Unterfarben). Da ich auf 2 Karo erst einmal gepasst hatte, ging mein Partner davon aus, dass wir beide schon so limitiert seien, dass Rubensohl nicht mehr zur Anwendung käme, und meinte 3 Treff also als natürliches Gebot. Da das Passe auf 2 Karo aber nach unserem System ja auch mit einer ziemlich starken Hand erfolgen kann, ging ich im Gegensatz zu meinem Partner davon aus, dass ich durch dieses Passe noch nicht entscheidend limitiert sei und dass deshalb Rubensohl sehr wohl noch zur Anwendung käme.

Welche Auffassung macht mehr Sinn? Seien Sie unser Richter! Aber vielleicht fangen Sie auch besser erst gar nicht damit an, sich über sowas Gedanken zu machen, sonst landen Sie eines Tages auch noch in solchen Kontrakten wie wir ...

Inzwischen haben wir uns geeinigt, ob wir in dieser Situation Rubensohl spielen oder nicht, aber wahrscheinlich kommt die Bietsequenz jetzt sowieso erst mal 10 Jahre nicht mehr vor.

3 Karo hätte mein Partner eigentlich passen müssen, weil ich nach seiner Theorie ja schwach sein musste. Offensichtlich dachte er aber instinktiv, Kontra und dann eine neue Farbe müsste doch irgendwie eine starke Hand zeigen, und bot 3 SA.

Wenn ich allerdings trotz erst mal passen noch stark sein konnte, dann hätte er eine Bietrunde vorher ja doch 2 SA (Rubensohl) reizen müssen! Irgendwie waren seine Überlegungen hier nicht ganz widerspruchsfrei - was aber bei einem so verwirrenden Bietsystem wohl von allen relevanten Weltreligionen nur als lässliche Sünde eingestuft wird - und außerdem wären auch 4 unkontrierte Faller in 3 Karo schon nicht mehr der Paarturnier-Hit gewesen).

Auf 3SA bot ich 4 Karo, weil ich mit 10 Punkten gegenüber einem angepassten Partner keine Chance in 3 SA sah und immer noch in der Illusion lebte, das 3-Treff-Gebot hätte Karos gezeigt. So landeten wir also fast zwingend in diesem originellen Kontrakt.

Das Ende vom Lied waren "nur" fünf kontrierte Faller, weil der Gegner auf 4 Karo schon die Nerven verlor und kontrierte, statt cool auf 5 Karo zu warten. Trotzdem hieß es mal wieder "Germany: zero points"!

Um solche Kreativität nicht ganz unbelohnt zu lassen, sollte man vielleicht auch beim Bridge B-Noten für den künstlerischen Wert der Reizung einführen.


Von den Vorteilen, ein ausgefeiltes Bietsystem zu spielen

(von Matthias Schüller im "Überstich", der Zeitschrift der deutschen Junioren, Heft 1/2000)

Mein Partner und ich spielen ein Bietsystem. Kein normales Bietsystem, nein, ein ausgefeiltes. Es hat einen Vater, einen Namen und diverse Geschwister. In letzter Zeit gibt es sogar ein Diskussionsforum zu diesem Wundersystem im Internet (Teilnehmer: fünf). Es gibt ein dickes Skript mit Vereinbarungen für alle erdenklichen Situationen. Oder seid ihr mit eurem Lieblingspartner abgesprochen, wie ihr euch gegen gegnerische Transfergegenreizungen auf der 1er-Stufe wehrt?!

Es kostete natürlich diverse Stunden, dieses System zu lernen. Zwar gibt es viele logische Systemprinzipien, aber auch die wollen erst mal verinnerlicht sein. Diese Zeit habe ich aber gerne investiert, war mir doch glaubhaft versichert worden, mit diesem System gut gerüstet zu sein für die große weite Bridgewelt. Und in eben jene begaben wir uns dann, auf die deutsche Juniorenmeisterschaft. Die ersten vier Runden dümpelt es so vor sich hin. Dann endlich: Eine Systemhand! Zwar nichts Besonderes, fast jeder kann diese Hand reizen, aber es ist doch ein gutes Gefühl, daß ich erst kürzlich diesen Teil des Skripts wiederholt habe. Man hält

        Pik      x
        Coeur    Axxx
        Karo     KDBxx
        Treff    Kxx    

und eröffnet einfach mal 1 Karo. Partner 1 Pik, man reizt 2 Karo. So weit noch nichts Aufregendes, aber nun zaubert Partner 2 Coeur aus dem Hut: mindestens einladendes Relay, hat mit Coeur nichts zu tun. Ausgezeichnet. Allerdings beschleicht mich ein etwas flaues Gefühl. Die Systemansage mit meiner Hand ist 2 Pik: Dies zeigt ein 4er-Coeur ohne 3er-Pik. Perfekt. Warum das so ist, habe ich nie verstanden, aber ich weiß, daß es so ist. Nur, kann Partner das System an dieser Stelle? Eigentlich ist er systemfest, aber so eine ungewöhnliche Sequenz? Egal; wenn er es nicht weiß, ist er schuld. Also 2 Pik. Partner alertiert brav; sehr beruhigend.

Aber was ist das? Partner bietet 4 Pik! Nun ja, da konnte er das System wohl doch nicht. Was will man machen, man paßt unzufrieden und fragt sich immer noch, warum der Kasper gegenüber eigentlich 2 Pik alertiert hat und damit doch eine gewisse Zuversicht auslösen musste. 4 Pik ist Endkontrakt, der Gegner erkundigt sich nach der Reizung. Als das Gebot von 2 Pik zur Sprache kommt, erklärt Partner, dies zeige ein 4er-Coeur ohne 3er-Pik. Hervorragend! Allerdings ergänzt er, er glaube, sein Partner habe das wahrscheinlich nicht gewusst und wollte wohl eher ein 3er-Pik zeigen.

Nun, unter diesen Voraussetzungen könnt ihr euch ja denken, was aus dem Kontrakt mit der Trumpfhaltung     Bxxxx     gegenüber     x     wurde ... kein Erfolg jedenfalls.

Was lernen wir daraus? Es ist nicht nur wichtig, dass man das System kann, nein, der Partner muss es auch können. Das war mir schon immer klar. Aber an diesem Wochenende habe ich gelernt, dass es fast genau so wichtig ist, dass man dem Partner auch vermittelt, dass man das System beherrscht ... sonst nützt auch beiderseitige Kenntnis bis ins letzte Detail nichts.

Ach ja: Wir spielen natürlich immer noch ein ausgefeiltes System ... - vielleicht klappt’s ja nächstes Mal in der großen weiten Welt ...


Das mysteriöse Spiel

Als ich kürzlich in einem Hotel einen größeren Raum betrat, sah ich viele Gäste, die ein Spiel betrieben, das ich trotz größter Anstrengung nicht verstand.

An vielen kleinen Tischen saßen immer vier Personen, die sich zunächst ganz freidlich miteinander unterhielten, dann aber immer mehr reizten, bis schließlich der eine seine Karten auf den Tisch warf, also nicht mehr mitspielen wollte. Nun musste sein Gegenüber alleine spielen und sein Glück versuchen. Merkwürdig, dachte ich, und ging an den nächsten Tisch.

Hier hörte ich, wie sich zwei Herren über zwei Damen unterhielten, dass beide trotz Konventionen nicht mitgehen wollten. Immer wieder sprachen sie von der kleinen Treff und der großen Treff. Dies schien ein Privatgespräch zu sein. Gelangweilt schlenderte ich an einen anderen Tisch.

Dort saßen anscheinend nur Laute aus der Textilbranche. Sie sprachen von Karos, von Passen und Decken, von Längen und Kürzen und Schnitten, die alle sitzen müssen. Da ich mich für Schneiderei nicht erwärmen kann, ging ich weiter.

Ich kam an einen Tisch, an dem, wie mir schien, nur Mediziner waren, die sich mit ihren Patienten unterhielten. Man sprach vom Wasserkopf, der sicher blind war, denn er fragte, wo denn die Karten liegen. Der andere war wohl taub, denn er wollte wissen, wer spricht. Ein Arzt erklärte, dass das Herz viel zu schwach sei und der Patient damit hätte nie springen und heben dürfen. Er sprach von Herzstichen und dass er doch nicht alles herausschneiden könne. Sogleich meldete sich einer vom Bestattungsinstitut zu Wort, und die Leichenrede wurde heftig diskutiert.

Am nächsten Tisch ging es ziemlich frivol zu. So frivol, dass ich mich eigentlich schäme, dies zu berichten - aber wie soll ich sonst des Rätsels Lösung finden? Hier behauptete eine Dame, sie sei schön - was gar nicht stimmte, jedenfalls nicht aus meinem Blickwinkel. Der Herr ihr gegenüber aber interessierte sich sehr dafür und wollte wissen, ob sie sich in der Gefahrenzone befänden. Die Dame fragte etwas verunsichert, ob das denn so wichtig sei. "Natürlich", wurde ihr geantwortet, "Sie müssen unbedingt mitgehen bis zum vollen Spiel." Errötend meinte die Dame dann: "Sie reizen mich so, also gut, dann eben Ohne!" Der Herr flüsterte "zweiter Mann hält sich zurück, dritter Mann so hoch er kann." Die sprachen wohl von Striptease, denn Ausdrücke wie "nackter König" und "besetzte Dame" fielen.

Ich schämte mich der losen Reden, aber dann hörte ich noch Schlimmeres. Ein Herr sagte zu einer Dame, die ihm gegenüber saß: "Gnädige Frau, legen Sie sich auf den Tisch und zeigen Sie all Ihre Schönheiten."

Da hatte ich endgültig genug und verließ ich fluchtartig den Raum.

Aber gewusst hätte ich doch gerne, wie dieses Spiel heißt.


Ein Spiel genannt Bridge

(englisch im KBC Journal des Klosterneuburger Bridgeclubs Heft 1999/3)

Eine Haushälterin suchte eine neue Anstellung. Als sie gefragt wurde, warum sie ihre alte Stelle verlassen habe, erzählte sie diese Geschichte:

Ich wurde gut bezahlt, doch der Arbeitsplatz war mir nicht ganz geheuer. Ich bin eine anständige Person, aber die Leute dort spielten ein Spiel, das sie Bridge nannten. In einer Nacht spielten sie es mit einer Anzahl Gästen. Ich war nebenan in der Küche, um die Erfrischungen zu richten, und konnte nicht überhören, was sie miteinander sprachen.

Ein Herr sagte: "Leg' dich hin und zeige, was du hast", und der andere antwortete: "Ich habe Stärke, aber keine Länge". Dann sagte ein anderer Herr zu einer Dame "Nimm deine Hand von meinem Trick", und als ob das nicht genug sei, hörte ich sie erwidern "Du hast mich gezwungen, du bist zweimal gesprungen und hast nicht mal die Stärke für einen Sprung". Eine andere Dame wollte ihre Figur bewahren, als zwei andere Damen miteinander sprachen und die eine sagte: "Jetzt ist es an der Zeit, dass ich mit deinem Gatten spiele und du mit meinem".

Da wusste ich, dass das kein Arbeitsplatz für mich war. Ich entschloss mich sogar, sofort zu verschwinden, als einer noch sagte: "Well, I guess it is time to go home, that was the last rubber".


Vorsicht! - Lebensgefahr!

(aus Points Schmoints von Marty Bergen)

Die in vieler Hinsicht verhängnisvollste Bridgepartie fand am 29. September 1929 in Kansas City (Missouri, USA) statt. Das unglückliche Opfer war der 36 Jahre alte John G. Bennet, ein wohlhabender Parfümverkäufer. Dem Polizeibericht zufolge traf ihn der Tod, weil er einen Bridgekontrakt in den Sand gesetzt hatte.

John und seine Frau Myrtle spielten gegen ein anderes verheiratetes Paar, Charles und Myame Hoffmann. Die Bennets hatten schon den ganzen Abend gestritten, aber die Situation spitzte sich zu, als Herr Bennet in einem 4-Pik-Kontrakt fiel. Seine Frau fiel mit bösen Worten über ihn her, was ihn zu der Ankündigung provozierte, er würde die Nacht in einem Hotel verbringen und dann die Stadt verlassen. Als die Hoffmanns sich verabschiedeten, holte Frau Bennet die Familienpistole aus dem Zimmer ihrer Mutter und erschoss ihren Mann. Er taumelte auf einen Stuhl zu mit den Worten: "Jetzt hat sie mich umgebracht." Als die Polizei kam, fand sie die weinende Frau Bennet über die Leiche ihres Mannes gebeugt.

Frau Bennet wurde im März 1931 wegen Mordes vor Gericht gestellt und freigesprochen! Wie war das möglich? Die Fama berichtet, dass
1. Frau Bennet einen exzellenten Rechtsanwalt hatte,
2. Frau Bennet sehr attraktiv war und die Jury nur aus Männern bestand.

Die tödliche Hand soll so ausgesehen haben:

                Nord (Frau Bennet)
               Pik    A 10 6 3
               Coeur  10 8 5
               Karo   4
               Treff  A 9 8 4 2
 West                            Ost
Pik    D 7 2                    Pik    4
Coeur  A B 3                    Coeur  D 9 4
Karo   A D 10 9 2               Karo   K B 7 6 3
Treff  B 6                      Treff  D 7 5 3
                Süd (Herr Bennet)
               Pik    K B 9 8 5
               Coeur  K 7 6 2
               Karo   8 5
               Treff  K 10

 Süd     West    Nord    Ost
1 Pik   2 Karo  4 Pik   pass
pass    pass 

Ausspiel: Karo As
Herr Bennet eröffnete die Reizung mit etwas weniger als den traditionellen Werten, und seine Frau schoss (bitte verzeihen Sie) 4 Pik.
Bei dem Angriff von Karo As und dem Wechsel auf Treff Buben hätte Herr Bennet die Partie erfüllen können.

Eine nicht überraschende Nachwirkung des Mordfalles Bennet bestand darin, dass Frau Bennet nur noch mit außerordentlich großen Schwierigkeiten Partner zum Bridge fand.